Patienteninformation zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL)

Liebe Patientinnen,

es ist inzwischen aufgrund der breiten öffentlichen Diskussion kein Geheimnis mehr, dass sich die gesetzliche Krankenversicherung in einer Finanzkrise befindet. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen infolge des medizinischen Fortschrittes, aber auch durch das gewachsene individuelle Gesundheitsbewusstsein und der zunehmenden Alterung der Bevölkerung stetig an. Unter diesen Umständen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung Abstriche von den optimalen Maßnahmen zur Erkennung von Erkrankungen und Beschwerden unvermeidlich.
Aus der Sicht der Krankenkassen müssen die jeweiligen Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Diese Leistungen können selbstverständlich weiterhin auf Chip-Karte in Anspruch genommen werden.
Die gesetzlichen Krankenkassen kommen leider nicht für alles auf, was wir im Rahmen der Früherkennung und Behandlung für medizinisch wünschenswert und optimal halten.

In unserer Praxis betrifft dies besonders:

  1. Ultraschall-Untersuchungen im Rahmen der Vorsorge auf Wunsch der Patientin ohne weiteren Krankheitsverdacht.
    (Regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen der Unterbauchorgane und der Brust halten wir im Rahmen der Früherkennung für medizinisch wünschenswert und optimal.)
  2. Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft häufiger als alle 10 Wochen ohne Krankheitsverdacht oder Risiken in der Vorgeschichte.

Diese Leistungen werden als individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL) bezeichnet. Sie müssen von den Patientinnen privat bezahlt werden.
Wenn Sie Fragen zu diesen Gesundheitsleistungen haben, sprechen Sie uns gerne darauf an.
Wir werden Sie auch in dieser Frage gerne beraten.

Erläuterungen zu Ihrem Verständnis:

Was beinhaltet die durch die gesetzliche Krankenversicherung als ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich bezeichnete Vorsorge-Untersuchung?

  1. PAP- oder "Krebsabstrich" vom Gebärmutterhals zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses.
  2. Tastuntersuchung der inneren weiblichen Geschlechtsorgane - wie Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter bzw. Enddarm - sowie der Brüste und Lymphabflußgebiete zur Feststellung von Tumoren
  3. Inspektion der Haut zur Feststellung von verdächtigen Veränderungen
  4. Untersuchung auf Blutabsonderungen im Stuhl

Welche Risikofaktoren existieren für

Um einer bessere und erweiterte - im medizinischen Sinne wünschenswerte und optimale - Krebsfrüherkennung zu gewährleisten, empfehlen wir

Und zusätzlich jeweils die farbige Gefäßdarstellung zum Ausschluß abnormer Durchblutungsverhältnisse.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an uns!
Besteht der Wunsch eine zusätzliche Ultraschall-Untersuchung durchzuführen zu lassen, so wird dies im Rahmen unserer Möglichkeiten umgehend oder zu einem späteren Termin erfolgen.

Ihr Praxisteam